Der Mond

Und Gott machte die zwei grossen Lichter, das grosse Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, dazu die Sterne.

1. Mose 1, 16

Oftmals neige ich dazu, das Alte Testament als eine Art Geschichtsbuch zu lesen. Dabei geht bei mir schnell vergessen, dass auch in ihm tiefe geistliche Wahrheiten verborgen liegen. Die oben zitierte Stelle aus dem ersten Buch Mose ist auf den ersten Blick unscheinbar. Für mich wurde sie jedoch interessant, als ich über die Beschaffenheit der beiden Lichter, also der Sonne und des Mondes, nachzudenken begann. Betrachten wir erst die Sonne:

Sie ist ein regelrechter Feuerball. Sie ist so heiss, dass ihre Oberfläche geschmolzen ist und ihr Licht gibt Millionen von Sternen und Planeten dringend benötigte Energie. Sie ist auch der Dreh- und Angelpunkt unseres Sonnensystems. Somit gibt sie gewissermassen den Himmelskörpern Halt, die sich in ihrem Umfeld befinden.

Der Mond, also das „kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht“, ist das genaue Gegenteil davon. Er ist ein Trabant der Erde, also eine Art Anhängsel, das bei uns Halt sucht. Ausserdem ist er nicht mehr als ein toter Klumpen Materie. Er ist kalt, starr, voller Narben, völlig leblos und gibt selbst kein Licht ab. Trotzdem ist er von Gott als Licht in der Nacht erschaffen worden, ein scheinbarer Widerspruch!

Früher glaubte man, dass der Mond selber Licht abgeben würde. Mittlerweile hat man aber erkannt, dass er als eine Art Spiegel das Licht der Sonne in der Nacht auf uns zurückwirft. Er kann also nur dann ein Licht sein, wenn er in ständigem „Sichtkontakt“ mit der Sonne bleibt. Dies ist ein sehr schönes Bild für uns selbst und unsere Beziehung zu Gott. Auch wir sind – genau wie der Mond – nur ein kalter, toter Klumpen Materie. Erst durch Jesus können wir zu Lichtern werden. Nur wenn wir in ständigem Sichtkontakt zu ihm bleiben, werden wir allmählich auch zu Spiegeln und können sein Licht in der Dunkelheit leuchten lassen. Betrachten wir uns als Spiegel, so wird auch klarer, was unsere Aufgabe ist. Inmitten der tiefsten Nacht sollen wir den Menschen zeigen, dass Jesus da ist. Auch wenn man ihn nicht sieht, an seinem Licht, welches die ganze Gemeinde als sein Leib (und Spiegelbild) auf die Erde wirft, kann man ihn deutlich erkennen! Man soll den Menschen klar machen, dass, auch wenn jetzt gerade Nacht ist, die Sonne – also Jesus – scheint und dass der Tag anbrechen wird. Dazu passt auch wunderbar eine meiner Lieblingsstellen aus dem Buch der Sprüche:

Aber das Leben derer, die auf Gott hören, gleicht dem Sonnenaufgang, es wird heller und heller, bis es ganz Tag geworden ist!

Sprüche 4, 18

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Ein Gedanke zu „Der Mond

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